Meine Arbeitsweise


Berühren ist für mich eine Kunst, die sich aus dem Moment ergibt.

Der Körper eines jeden Menschen ist unterschiedlich in seiner Beschaffenheit und seiner Beanspruchung. Dementsprechend benötigt jeder Mensch eine individuelle Berührung und Behandlung. Dies kann bedeuten, dass der richtige Zugang einmal durch den osteopathischen Ansatz und beim nächsten Mal z.B. durch die Behandlung der Meridiane erreicht wird.

Die Herausforderung für mich besteht darin, jeden Moment den richtigen Schlüssel zu finden, um die Tiefe des Wesens zu erfassen und den Menschen mit dem Thema in Kontakt zu bringen, das gerade „dran“ ist.

Manchmal benötigt es nur einen Kontakt, um einen Heilungsprozess in Gang zu setzen. Und manchmal ist es so, dass ein physisches Trauma, wie z.B. der Sturz von einem Pferd, schon mehrere Jahrzehnte zurückliegt und erst jetzt Symptome auftreten, die scheinbar unerklärlich sind (z.B. Migräne). Hier hat sich der Bewegungsapparat um das Trauma herum organisiert, um möglichst lange beschwerdefrei zu bleiben. Dann braucht es in der Regel mehrere Sitzungen, um dem Körper neue Möglichkeiten anzubieten, damit er sich neu organisieren kann.

Es gibt andere Situationen, in denen tiefsitzende Glaubenssätze einen starken Einfluss auf unsere Haltungen und Handlungen ausüben. Auch das hat mit den Jahren Folgen auf unsere Körperhaltung und Beanspruchung.

Liegt die Ursache in der charakterlichen Entwicklung, braucht es die Bereitschaft und den Mut des Einzelnen, gemeinsam tiefer zu schauen. Dies kann bedeuten, das die Arbeit mit einer körperlichen Symptomatik das Tor ist, um tiefer liegende Ursachen (z. B. Schmerz oder zurückgehaltene Emotionen) in das Bewusstsein zu heben, die über Jahre hinweg verdrängt wurden.

Manchmal reicht es aus, die Aufmerksamkeit auf etwas zu richten, damit ein Veränderungsprozess beginnt.

Wie weit Sie als Klient gehen möchten und können, liegt nicht allein in meiner Hand. Ich bin hierbei der Begleiter, der den Raum hält, um Orte zu besuchen, die vielleicht erst einmal unbekannt erscheinen. Ein inneres „Ja“ zu entwickeln für alle bisher nicht gefühlten Emotionen, kann aus einem beschwerlichen Leben plötzlich ein lebendiges und abenteuerliches Leben machen.

Mein Osteopathie-Lehrer sagte einmal zu mir: „Wenn Du tief gehen willst, dann sei tief!“ Das bedeutet, dass sich jeder von uns dafür entscheiden kann und die Verantwortung übernehmen kann, in seinem Leben – sogar im Alltag – mehr zu riskieren.




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