Osteopathie


Die osteopathische Medizin dient überwiegend der Erkennung und Behandlung von Funktionsstörungen. Diagnose und Therapie erfolgen mit spezifischen osteopathischen Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden.

Eine der wesentlichen Grundlagen der Osteopathie ist die Erhaltung und Wiederherstellung der Beweglichkeit aller Strukturen im Körper .

Ziel der Behandlung ist es, die Selbstheilungskräfte des Patienten zu aktivieren, damit der Patient langfristig in der Lage ist, sich bestmöglich an Belastungen anzupassen.

Zur Osteopathie gehören die Untersuchung und Behandlung der drei folgenden Gebiete:
  • die viscerale Osteopathie (innere Organe)
  • die parietale Osteopathie (Stütz- u. Bewegungsapparat)
  • die cranio-sacrale Osteopathie (Rückenmark und Nervensystem)  

Shiatsu mit Vivian Kolbe in Hamburg Die viscerale Osteopathie: Organe

Visceral kommt von Viscera, lateinisch für Eingeweide. Dieser Teil der Osteopathie ist für die Behandlung von inneren Organen, (Blut-) Gefäßen und einem Teil des Nervensystems zuständig. Dabei wird die Beweglichkeit der Organe zueinander und das sie einhüllende oder stützende Muskel- und Bindegewebe ertastet und behandelt. Die Funktion der Organe wird unterstützt und angeregt, die Selbstheilungskräfte gefördert und krankhafte Mechanismen aufgelöst.

Anwendungsgebiete:

  • innere Medizin: z.B. Verdauungsprobleme, Organsenkungen, Operationsfolgen, Gallen- u. Magenstörungen
  • Kardiologie: z.B. medizinisch abgeklärte Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Bereich des Brustkorbs
  • Frauenheilkunde: z.B. Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit, Geburtsnachsorge, klimakterische Beschwerden
  • Urologie: z.B. chronische Blasenentzündungen, Inkontinenz, Nierenprobleme, Prostatabeschwerden
  • Kinderheilkunde: z.B. Schreikinder, Verdauungsstörungen


Die parietale Osteopathie: Stütz- u. Bewegungsapparat

Dieser Teil der Osteopathie beschäftigt sich mit Faszien, Muskeln, Knochen und Gelenken, also mit Störungen des Stütz- u. Bewegungsapparates. Störungen, wie etwa Gelenkblockierungen, werden durch sanfte Techniken gelöst, Verspannungen werden gelockert. Dieser Bereich ist am ehesten mit der so genannten "Manuellen Medizin" und der Chirotherapie vergleichbar.

Faszien

Besondere Aufmerksamkeit wird den Faszien gewidmet. Dies sind zähe, aus Bindegewebe bestehende Häute, die alle Bestandteile des Körpers wie Knochen, Muskeln und Organe einhüllen und miteinander verbinden. Alle Faszien zusammen bilden ein dreidimensionales Netz, das den Körper in allen Bereichen verbindet.

Anwendungsgebiete:

  • Orthopädie: z.B. Probleme der Wirbelsäule, Ischias, Gelenkschmerzen, Blockierungen
  • Kiefer und Zahnheilkunde: z.B. Kiefergelenksfehlstellungen, Kiefergelenksprobleme, Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Halswirbelsäulenprobleme, begleitend bei Gebissregulierungen (Zahnspange)
  • Kinderheilkunde: z.B. Schreikinder, Schiefhals (Kiss-Syndrom), Skoliosen
  • Neurologie: z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Parästhesien (z.B. Taubheit/Kribbeln in den Extremitäten)

Grenzen der Osteopathie:

Bei schweren und/oder akuten Erkrankungen, sollten sie zunächst einen Schulmediziner konsultieren. Osteopathie ist keine Notfallmedizin. Offene Wunden, Brüche, Verbrennungen und andere akute Verletzungen gehören ebenfalls in die Hände eines Artztes. Psychische Erkrankungen können begleitend zu einer psychologischen Betreuung, mit Osteopathie behandelt werden.


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